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Veranstaltungen | Expeditionen | Nachberichte 3. Dezember 2013
The Great Bourbon Night

Botschafterin für Feuerwasser
„Ich trinke hauptberuflich Whiskey“, sagt Tanja Bempreiksz lächelnd.
Und liefert damit eine charmante Untertreibung, denn seit April 2011 repräsentiert die Berlinerin den Bourbon-Hersteller Maker’s Mark. Als Distillery Diplomat, als offizielle Markenbotschafterin also, steht sie für die Kultur und die Kultivierung der Marke.
Kein Wunder also, dass die ausverkaufte „The Great Bourbon Night“ in den Kulinarikwelten Stengel
mehr als eine Whiskey-Verkostung bot – sie war gleichsam ein kulturelles Forum und eine wunderbare Gelegenheit, Hochprozentiges auch mit den Ohren zu genießen: Rund 50 Gäste lauschten den Ausführungen der Whiskey-Botschafterin, um dann verschiedene Destillate – darunter Maker´s Mark, Jim Beam Devil´s Cut, Basil Hayden´s, Knob Creek, Baker´s und Booker´s – zu degustieren.

In unserem Interview möchten wir mehr von der Botschafterin des hochprozentigen Genusses wissen.

Bourbon oder Malt?
Ist das nur eine Geschmacks- oder auch eine Lebenseinstellung für Sie?

Tanja Bempreiksz (TB) In erster Linie vor allem eine geschmackliche Vorliebe. Man kann Äpfel
genauso wenig mit Birnen vergleichen wie Bourbon mit Malt. Beide haben ihre Fans. Ich habe aber
schon immer lieber Bourbon getrunken.

Viele Frauen finden, dass Whiskey ein zu hartes Getränk ist. Ihre Meinung?
(TB) Genau wie beim Wein gibt es beim Whiskey ganz große Unterschiede – er variiert von mild über süffig bis extrem und torfig. Pauschal lässt sich Ihre Frage also nicht beantworten. Es gibt durchaus milde Whiskeys, die vermutlich auch die Frauen mögen, die bisher glauben, dass Whiskey ein zu hartes Getränk für sie ist.

Whiskey mit Sprite, Whiskey mit Cola. Geht das, oder bricht es Ihnen das Herz?
(TB) Nein, davon bricht mein Herz ganz sicher nicht.
Im Gegenteil – Mischungen mit Softgetränken führen die jungen Leute an den Whiskey heran.
Erfahrungsgemäß lassen sie die Cola irgendwann weg und interessieren sich dann mehr für den
puren Whiskeygeschmack (lacht).
Ich genieße den Whiskey übrigens ebenfalls pur. Immer!

Kochen Sie auch mit Whiskey?
(TB) Gelegentlich, aber selten – weil ich einfach nicht gern koche. Grundsätzlich passen gekochte
Speisen und Whiskey aber sehr gut zusammen.
Immerhin habe ich vor kurzem ein Dessert mit Booker´s, einem fassstarken Whiskey, probiert – lecker! Süßspeisen mit Whiskey finde ich sowieso ganz spannend.

Wie halten Sie das Staunen der Männer bei den von Ihnen durchgeführten Verkostungen aus?
Das Thema Whiskey ist für viele immer noch eine Männerdomäne ...

(TB) Wenn eine Frau Männern etwas über harten Bourbon erzählen will, ist das so eine Sache. Wenn der Abend vorbei ist, eine andere. Nicht selten gehen die Herren mit einem Lächeln und dem Gefühl, dass sie viel gelernt haben. Idealerweise sogar im Hinblick auf ihre Vorurteile. Sobald Männer merken, dass ich mich auf meinem Gebiet gut auskenne, wendet sich das Blatt. Eigentlich immer. Und das ist ein gutes Gefühl.

Whiskey im Wein- und Bierland Franken? Ihre Erfahrungswerte?
(TB) Whiskey ist generell gefragt. Egal, in welcher Region. Auch wenn die Leute gerne mal ein Bier
trinken, sind sie hochprozentigen Genüssen deshalb ja nicht abgeneigt.

Der Whisky-Zukunftsmarkt soll Asien sein. Ihre Meinung dazu?
(TB) In Asien wird viel Whisky produziert, besonders in Indien. Indischer Whisky ist in Deutschland
wenig bekannt, dass die Asiaten gern Whisky trinken, ebenfalls. Tatsächlich ist Whisky in Asien aber sehr beliebt und spielt bei den Spirituosen eine große Rolle.